Aktivitäten

Stellungnahme der Hamburger Hochschulen zur Situation in der Türkei

Der  Wissenschaftsstandort Hamburg ist weltoffen und lebt vom internationalen Austausch. Mit großer Besorgnis beobachten die Hamburger Hochschulen daher die aktuellen Entwicklungen in der Türkei und ihre Auswirkungen für die einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort sowie in Hamburg und Europa.

Die Hamburger Hochschulen unterhalten seit vielen Jahren vielfältige, vertrauensvolle Beziehungen zu Hochschulen und Wissenschaftlern in der Türkei, sei es durch gemeinsame Forschungsprojekte, in Form von Auslandsaufenthalten oder durch gemeinsame Veranstaltungen wie Kongresse, Fachtagungen und Konferenzen.

„Als Hamburger wissen wir aus unserer vom Handel und der Seefahrt geprägten Tradition heraus, dass gesellschaftlicher Fortschritt nur durch freies Denken, offenen Dialog und den persönlichen Austausch über nationale Grenzen hinweg möglich ist.

Die aktuellen Restriktionen für die Angehörigen türkischer Hochschulen behindern nicht nur die Entfaltungsmöglichkeiten einzelner Wissenschaftler und Studierender sondern sie machen eine freie Forschung und Lehre vollständig unmöglich. Damit werden nicht nur die freiheitlichen Grundrechte der Menschen in der Türkei beschnitten, sondern es wird die Innovationskraft der Türkei und damit die positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung insgesamt leiden.“

Dr.-Ing. Walter Pelka, Sprecher der Landeshochschulkonferenz Hamburg und
Präsident der HafenCity Universität Hamburg

Weitere Statements:

„Was an türkischen Hochschulen passiert, ist zutiefst beunruhigend. In Hamburg spüren wir bereits die ersten Auswirkungen staatlicher Eingriffe in die Autonomie und Freiheit der Hochschulen. Zahlreiche türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben aufgrund der aktuellen Restriktionen ihre Teilnahme an Kongressen in Hamburg absagen müssen. Ich habe das zum Anlass genommen, um dem türkischen Generalkonsul unsere tiefe Besorgnis über die Ausreisebeschränkungen mitzuteilen und ihn gebeten, dass türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Hamburg reisen und ihre Kooperationen fortsetzen dürfen.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Web-Link: Universität Hamburg zeigt sich solidarisch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Türkei (22. Juli 2016)

Web-Link: Statement der HAW Hamburg zur Situation in der Türkei (26. Juli 2016)

Die Stellungnahme steht hier zum Download bereit.

 

Gemeinsame Erklärung

Gemeinsam für die Wissenschaft in Hamburg

Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung geben eine gemeinsame Erklärung über die Grundzüge der Zusammenarbeit am Wissenschaftsstandort Hamburg ab

Die Präsidenten der Hamburger Hochschulen und die Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung haben heute in einer Pressekonferenz in der HafenCity Universität Hamburg eine gemeinsame Erklärung über den Kurs in der Hochschulpolitik für den Wissenschaftsstandort Hamburg abgeben. In der Erklärung mit dem Titel „Gemeinsam für die Wissenschaft in Hamburg“ einigen sich beide Parteien auf Grundzüge in der zukünftigen Zusammenarbeit.

Das Papier steht hier zum Download bereit.

Hochschulpolitik Pressekonferenz

Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) stellt gemeinsames Papier zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik vor

Die Präsidenten der Hamburger Hochschulen haben heute in einer Pressekonferenz in der HafenCity Universität Hamburg ihr gemeinsam verfasstes Papier mit dem Titel „Aus Kenntnis und Verantwortung. Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg“ vorgestellt. Darin werden die Leistungen und Erfolge der Hamburger Hochschulen bilanziert sowie konkrete Empfehlungen an Politik und Öffentlichkeit zur künftigen Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Hamburg formuliert.

Nach der Veröffentlichung verschiedener Positionspapiere der ehemaligen Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt (inzwischen Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen) und der ehemaligen Politiker Klaus von Dohnanyi, Willfried Maier und Wolfgang Peiner sowie der Patriotischen Gesellschaft stellt die heute vorgestellte Denkschrift erstmals die Eigenperspektive der Präsidenten der Hamburger Hochschulen dar.

Die bereits vor der Bürgerschaftswahl von den Hamburger Hochschulen verfasste Denkschrift soll ein Grundlagenpapier für die zukünftige Zusammenarbeit der Hamburger Hochschulen mit der Behörde für Wissenschaft und Forschung sein.

Das Papier der Präsidenten der Hamburger Hochschulen sowie die im Januar vorgestellte „Studie zum Wirtschaftsfaktor Hochschule in der Freien und Hansestadt Hamburg“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stehen hier als Download für Sie bereit:

Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg

Wirtschaftsfaktor Hochschule Studie 2015

Sprecher Dr. Pelka

Dr.-Ing. Walter Pelka neuer Sprecher der Landeshochschulkonferenz

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, ist seit 1. April 2015 Sprecher der Landeshochschulkonferenz Hamburg. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Dieter Lenzen an, Präsident der Universität Hamburg, der dieses Amt seit dem 1. April 2013 innehatte.

„Ich freue mich über das Vertrauen, das meine Kolleginnen und Kollegen in mich gesetzt haben“, sagt Dr.-Ing. Walter Pelka. „Zum ersten Mal übernimmt damit ein Präsident der sogenannten ‚kleinen‘ Hochschulen dieses Amt. Das ist auch ein Beleg dafür, dass die junge HCU inzwischen ein integraler Bestandteil in der Hamburger Hochschullandschaft geworden ist. Die Landeshochschulkonferenz hat bereits vor der Hamburgischen Bürgerschaftswahl ihre Empfehlungen an die Wissenschaftspolitik der Freien und Hansestadt Hamburg zusammengefasst. Jetzt geht es darum, diese Positionen in Gesprächen mit dem Senat zum Wohle aller Hochschulen und unserer Stadt auszugestalten.“

Hochschulen in Hamburg sind relevanter Wirtschaftsfaktor

Um die wirt­schaft­li­che Be­deu­tung der Hoch­schu­len für die Han­se­stadt un­ter­su­chen zu las­sen, hat die Lan­des­hoch­schul­kon­fe­renz (LHK) bei DIW Econ, dem Be­ra­tungs­un­ter­neh­men des Deut­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW Ber­lin), eine Stu­die in Auf­trag ge­ge­ben, deren Er­geb­nis­se Mitte Ja­nu­ar vor­ge­stellt wur­den.

Die Un­ter­su­chun­gen zei­gen, dass sich die von den be­trach­te­ten Ham­bur­ger Hoch­schu­len (inkl. ver­bun­de­ne Un­ter­neh­men) aus­ge­lös­te Brut­to­wert­schöp­fung – also alle pro­du­zier­ten Waren und Dienst­leis­tun­gen – im Jahr 2013 auf ins­ge­samt 1,356 Mrd. Euro be­lief. Dies ent­spricht einem An­teil von 1,4 Pro­zent am Brut­to­in­lands­pro­dukt in Ham­burg sowie einem Be­schäf­ti­gungs­ef­fekt von ins­ge­samt 22.634 Er­werbs­tä­ti­gen. Diese Zah­len un­ter­strei­chen den Stel­len­wert der Hoch­schu­len für die Ham­bur­ger Wirt­schaft.

Hoch­schu­len sind gute Geld­an­la­gen

Zur Grund­fi­nan­zie­rung der ein­zel­nen Ein­rich­tun­gen wur­den 2013 ins­ge­samt 626 Mil­lio­nen Euro an Lan­des­mit­teln auf­ge­wen­det. Be­rück­sich­tigt man das durch die Hoch­schu­len an­ge­sto­ße­ne Steu­er­auf­kom­men, so re­du­ziert sich die Net­to­be­las­tung des Lan­des auf ins­ge­samt 535,3 Mil­lio­nen Euro.

Prof. Dr. Die­ter Len­zen, Vor­sit­zen­der der Lan­des­hoch­schul­kon­fe­renz und Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Ham­burg, be­tont: „Die Ge­gen­über­stel­lung der Grund­fi­nan­zie­rung der Hoch­schu­len durch Lan­des­mit­tel und der von ihnen an­ge­sto­ße­nen re­gio­na­len Brut­to­wert­schöp­fung ver­deut­licht, dass die Stadt von der Wis­sen­schaft mehr Geld zu­rück­er­hält, als in das Wis­sen­schafts­sys­tem in­ves­tiert wird, näm­lich für jeden in­ves­tier­ten Euro 1,90 Euro.“

Aus­ga­ben für die Hoch­schu­len seien also, auch rein öko­no­misch, eine gute Geld­an­la­ge. Len­zen er­gänzt: „Wir sind froh, dass das DIW diese Tat­sa­che in aller Klar­heit dar­legt. Wir hof­fen, dass diese Er­kennt­nis zu­künf­ti­ge Haus­halts­ent­schei­dun­gen zu­guns­ten der Hoch­schu­len po­si­tiv be­ein­flus­sen wird.“

Stu­di­en­auf­bau

Die von der LHK in Auf­trag ge­ge­be­ne Stu­die gibt Auf­schluss über die wirt­schaft­li­che Be­deu­tung der Hoch­schu­len in der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg. Im Mit­tel­punkt ste­hen dabei die von die­sen Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen aus­ge­hen­den re­gio­na­len Ef­fek­te auf Brut­to­wert­schöp­fung und Be­schäf­ti­gung. Bei der Ana­ly­se wur­den so­wohl die von den ein­zel­nen In­sti­tu­tio­nen di­rekt aus­ge­lös­ten Wert­schöp­fungs- und Be­schäf­ti­gungs­ef­fek­te er­fasst als auch wei­ter­ge­hen­de Ef­fek­te, also etwa die Nach­fra­ge der Hoch­schu­len nach Dienst­leis­tun­gen aus der Re­gi­on und die Kon­sum­aus­ga­ben der Stu­die­ren­den.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

Landeshochschulkonferenz Hamburg veröffentlicht Forderungen an die hiesige Wissenschaftspolitik

Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) veröffentlicht Forderungen und Empfehlungen an die Hamburger Wissenschaftspolitik: Im Vorfeld der anstehenden Hamburgischen Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015 fasst die Landeshochschulkonferenz ihre Forderungen und Empfehlungen der Hamburger Hochschulen an die Wissenschaftspolitik der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) zusammen.

Prof. Dr. Jacqueline Otten, Präsidentin der HAW Hamburg mit rund 16.600 Studierenden, sagt dazu: „Man kommt nur weiter, wenn man sich gemeinsam ein Ziel setzt und darüber austauscht, wie man besser werden kann. Zudem müssten Leitlinien für die Hochschulen in einen großen Masterplan für Hamburg eingebunden sein, der festlegt, wohin sich die Hansestadt insgesamt entwickelt und welche Rolle Wissenschaft und Forschung dabei spielen sollen. An der Frage müssen wir Hochschulen gemeinsam mit der Behörde permanent arbeiten – daher unser Papier heute.“

Der Sprecher der LHK, Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Mit unseren Forderungen und Empfehlungen möchten wir uns positionieren, indem wir den künftig Verantwortung Tragenden unsere Vorstellungen von einer autonomen, nachhaltigen und tragfähigen Hochschulpolitik darlegen. In einer Situation steigender Erwartungen an die Hochschulen bei stagnierenden Budgets muss über die Bedingungen, wie in wissenschaftlichen Einrichtungen weiterhin adäquat geforscht und gelehrt
werden kann, Klarheit herrschen.“

Den ganzen Text können Sie hier herunterladen.